
Ein monatliches Budget zeigt, ob dein Einkommen für laufende Kosten, unregelmäßige Rechnungen und Ziele reicht. Der wichtigste Unterschied zu einer Ausgabenliste: Du entscheidest vor dem Monat, wofür Geld verfügbar sein soll, und vergleichst den Plan später mit den tatsächlichen Beträgen.
Monatsbudget in sechs Schritten
1. Verfügbares Einkommen festhalten
Nutze das Geld, das im Monat tatsächlich auf deinen Konten ankommt: Nettogehalt, regelmäßige Leistungen und verlässliche Nebeneinkünfte. Ein Bonus gehört erst in den Plan, wenn er sicher verfügbar ist.
2. Feste Kosten eintragen
Dazu gehören Miete oder Kreditrate, Stromabschlag, Internet, Versicherungen, Abos und Mindestzahlungen. Trage den Fälligkeitstag dazu ein. So erkennst du, welche Woche besonders belastet ist.
3. Notwendige variable Ausgaben schätzen
Lebensmittel, Mobilität, Medikamente und Haushaltsbedarf schwanken. Nutze den Durchschnitt der letzten zwei oder drei Monate als Startwert, nicht deinen bisher besten Monat.
4. Jährliche Kosten in Monatsbeträge umrechnen
Eine Versicherung über 600 € entspricht einer Rücklage von 50 € pro Monat. Dasselbe Prinzip funktioniert für Wartung, Geschenke, Urlaub oder Nachzahlungen. Diese Rücklagen sind geplante Ausgaben, kein frei verfügbares Guthaben.
5. Ziele und flexiblen Spielraum planen
Plane einen erreichbaren Betrag für Notgroschen, Schuldenabbau oder ein konkretes Ziel. Was danach übrig bleibt, verteilt sich auf Restaurant, Freizeit, Shopping und andere anpassbare Kategorien.
6. Einmal pro Woche abgleichen
Vergleiche geplant und tatsächlich. Eine Abweichung ist Information: Passe die nächste Woche oder den nächsten Monat an, statt den gesamten Plan aufzugeben.
Beispiel für ein Monatsbudget mit 2.500 € netto
| Kategorie | Betrag |
|---|---|
| Wohnen und Nebenkosten | 950 € |
| Lebensmittel und Haushalt | 400 € |
| Mobilität | 180 € |
| Versicherungen und Gesundheit | 170 € |
| Rücklagen für jährliche Kosten | 200 € |
| Sparziel oder zusätzliche Tilgung | 250 € |
| Freizeit und persönliche Ausgaben | 250 € |
| Puffer | 100 € |
| Gesamt | 2.500 € |
Das ist ein Rechenbeispiel, keine ideale Quote. Wohnort, Familie, Schulden und Gesundheit verändern die sinnvolle Aufteilung.
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